In unserer Grundschule finden jedes Jahr mehrere Gottesdienste in der Kirche statt. Für die Religionskinder ist die Teilnahme verpflichtend, für die Ethikkinder freiwillig.
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Was versteckst du unter deinem Kopftuch?
Neulich fragte mich ein neunjähriges Kind:
„Was versteckst du unter deinem Kopftuch?“
Verstecken?
Ich war überrascht und völlig unvorbereitet auf diese Frage.
Ich wünschte, ich wäre auch eingeladen
Meine Tochter wurde am Donnerstag ganz spontan zu einem Lagerfeuer eingeladen, als wir gerade Besuch zu Hause hatten. Da ihre Freundin schon um 18 Uhr abgeholt werden sollte, sagten wir zu. Das Gastkind bekam das Gespräch mit. Sie ist ein Teil unserer Familie, die Tochter eines der engsten Freunde meines Ehemannes. Kurz bevor sie ging, sagte sie zu mir:
„Ich wünschte, ich wäre heute auch zum Lagerfeuer eingeladen.“
Warum das Schulfest für mich besonders war
Gestern feierten wir in unserer Grundschule das 70. Jubiläumsfest. Es war nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns Eltern ein besonderer Tag. Denn viele von uns waren selbst einmal Schülerinnen und Schüler dieser Schule.
Wenn Hilfe selbstverständlich ist..
Vor drei Wochen wurde von unserem Hof Sperrmüll abgeholt. Eine große Glasscheibe platzte im Container und die Scherben flogen weit auf die Straße.
Das Haus der Bügelperlen
Wer Kinder hat, weiß es.
Eine Spielverabredung zu organisieren ist gar nicht so einfach.
Viele Kinder sind komplett ausgebucht.
Meryem & Maria treffen Erstklässler
Meryem & Maria treffen Erstklässler und sprechen über das Ramadanfest Am vergangenen Freitag hatte ich die besondere Gelegenheit, in der Klasse meiner Tochter aus meinem Kinderbuch „Meryem feiert im Kindergarten das Ramadanfest“ vorzulesen. Meryem und Maria, die beiden Hauptfiguren der Geschichte, durften natürlich nicht fehlen. Ich stellte sie den Kindern vor: „Meryem und Maria sind beste Freundinnen, sie sind Nachbarn und gehen in den selben Kindergarten und sehen sich außerhalb des Kindergartens sehr oft. Sie verbringen gemeinsam viel Zeit, spielen, basteln, feiern gemeinsam Feste. Heute erzählt Meryem euch, wie sie das Ramadanfest feiert.“ Ich machte bewusst viele Pausen während des Vorlesens und fragte in die Runde: „Wer von euch feiert das Ramadanfest?“ „Welche Feste feiert ihr noch?“ “Was macht man an Festen?” „Gibt es bei euch Geschenke an besonderen Tagen?“ Ein Mädchen hatte offenbar ein richtig volles Ramadan-Programm und wollte uns unbedingt von ihrem Alltag erzählen: „Ich habe mit meiner Mutter eine Moschee gebastelt. Wir backen bei meiner Oma Plätzchen. Wir haben eine Lichterkette im Wohnzimmer.“ Die Erstklässler hörten 40 Minuten einander zu und erzählten von ihren eigenen Festen. Zum Ende unserer Lesestunde kamen wir auf die verschidenen Bezeichungen für das Fest zu sprechen: Zuckerfest, Eid al-Fitr, Bayram/Bajram, Ramadanfest. Ich erklärte ihnen, warum ich selbst den Begriff „Zuckerfest“ nicht verwende. „Wir nennen Weihnachten ja auch nicht Plätzchenfest oder Ostern kein Eierfest/Hasenfest. Ramadanfest ist mehr als Süßigkeiten.“ Warum erwähne ich das? Weil Sprache etwas mit unserer Wahrnehmung macht. Der Begriff „Zuckerfest“ enstand in einem sekulären Kontext, als man sich von religiösen Begriffen in der Türkei distanzieren wollte. Er hat sich im Volksmund schnell etabliert. Auch in meiner Familie wurde er verwendet. Allerdings bedeutet der Begriff Zuckerfest in Deutschland für viele muslimische Menschen nichts. Nur Menschen mit türkischem Hintergrund wissen überhaupt, was damit gemeint ist. Außerdem leben wir im Jahr 2024, in einer Welt, in der wir täglich lesen, wie schädlich Zucker ist. Auch mit unseren Kindern sprechen wir oft darüber, und wir möchten nicht, dass sie ständig zu Süßigkeiten greifen , auch nicht an Feiertagen. In unserer Familie gibt es zwar auch Süßigkeiten zum Ramadanfest , aber in Maßen. Die Kinder bekommen kleine Geschenke, und wir achten darauf, bewusst zu feiern. Nicht nur mit Süßem, sondern mit Zeit, Begegnungen und Achtsamkeit. Ich fand es großartig, wie schnell die Kinder meine Erklärung verstanden haben. Sie begannen weiterzuerzählen: „Und Ostern ist kein Schildkrötenfest!“ „Und Silvester ist kein Feuerwerkfest!“ „Und Halloween ist Halloween!“ Ein Kind fragte schließlich: „Warum feiert man eigentlich Ramadan?“ Er kannte Religionen kaum, und ich wollte die ausführliche Erklärung lieber der Ethik-Lehrerin überlassen. Also sagte ich nur: „Menschen auf der ganzen Welt feiern Feste. Manche feiern Ostern, manche das Lichterfest, manche Ramadan. Bei jedem Fest kommen Menschen zusammen und verbringen Zeit mit Familie und Freunden. Während des Ramadan wird auch gefastet. Erwachsene essen und trinken den ganzen Tag nichts und brechen das Fasten abends gemeinsam beim Essen. Das ist eine besondere Zeit. Viele fasten, weil es gesund sein kann, mal eine Zeit lang nichts zu essen. Aber Kinder fasten nicht.“ Zum Abschluss der Vorlesestunde hat meine Tochter kleine Geschenke (Selbstgebackene Plätzchen zum Ramadanfest und Ostern) verteilt. Nach der Vorlesestunde durften die Kinder mit den liebevoll von der Klassenlehrerin vorbereiteten Bastelvorlagen zu den jeweiligen Festen kreativ werden. In der Schul-App teilte die Klassenlehrerin mit, dass einige nicht-muslimische Kinder für ihre muslimischen Freundinnen und Freunde Ramadankarten gebastelt hatten und umgekehrt muslimische Kinder Osterkarten für ihre nicht-muslimischen Freundinnen und Freunde. Diese schöne Nachricht zeigt, wie lebendig gelebte Vielfalt an unserer Schule ist, wie selbstverständlich und lebendig Vielfalt an unserer Schule gelebt wird. Worum geht es in meinem Buch? Meryems Bruder geht mit seinem Vater und Opa in die Moschee. Danach frühstücken sie gemeinsam mit der Familie. Am nächsten Tag erzählt Meryem im Kindergarten im Stuhlkreis von ihrem Fest. Die Kinder tauschen sich aus, stellen Fragen und lernen voneinander. Zum Schluss teilt Meryem Ramadan-Geschenke. Am nächsten Tag besucht Maria sie zu Hause, und die beiden backen gemeinsam Plätzchen. Mein Kinderbuch zeigt, wie Zusammenleben in Deutschland gelingen kann. So wie Meryem bringen auch meine Kinder seit Jahren kleine Ramadan-Geschenke mit in den Kindergarten und feiern gemeinsam mit ihren nicht-muslimischen FreundInnen zu Hause oder im Garten das Ramadanfest. Und genauso feiern wir auch andere Feste mit. Wir besuchen unsere FreundInnen zu ihren Festen, und sie besuchen uns zu unseren. Natürlich muss man Feste nicht gemeinsam feiern. Aber wir sollten für unsere Kinder mehr Räume schaffen, in denen Begegnung möglich wird. Feste und gemeinsame Feiern bieten dafür einen wunderbaren Rahmen. Unsere Kinder dürfen in der Adventszeit mit ihrer Klasse zur Kirche gehen. Danach sprechen wir darüber. Sie stellen mir Fragen, und ich beantworte sie. Sie wissen, dass in der Kirche zu Gott gebetet wird und dass Jesus im Christentum anders verehrt wird als im Islam. Und wenn ihre Freunde im Ramadan zu uns kommen, zeigt mein Sohn ihnen, wie man im Islam betet. So entsteht ein Miteinander, das von Offenheit, Respekt und Neugier geprägt ist. So haben wir die Plätzchen für die Klasse gebacken.. Whatsapp Instagram Facebook Blog unterstützen Meryem&Maria
Tierisch schöne Weihnachten
In unserer Grundschule läuft gerade eine Spendenaktion für den Tierschutzverein.
Wir haben beschlossen, dabei mitzumachen. Vor drei Tagen haben wir unsere Spendenbox verschönert.
Weihnachtsplätzchen für den Fußballverein
Der Verein organisiert dieses Wochenende einen Weihnachtsmarkt und hat seine Mitglieder um Unterstützung gebeten.
Alexa, was passiert nach dem Tod?
Immer wieder fragen mich meine Freundinnen, wie wir Alexa eigentlich nutzen. Heute erzähle ich euch, welche Rolle Alexa in unserem Leben spielt und wie sie uns den Alltag erleichtert. Alexa, was passiert nach dem Tod? „Alexa, was passiert nach dem Tod?“ „Alexa, wann ist der Prophet Muhammed geboren?“ „Alexa, warum gehen Muslime zur Pilgerfahrt?“ “Alexa, wann ist das Ramadanfest?” Themen, über die im Kindergarten und in der Schule eher wenig gesprochen wird, besprechen meine Kinder mit Alexa. Eines Tages, als mein Sohn noch 6 Jahre alt war, kam er zu mir und meinte: „Mama, ich glaube, Alexa wurde von nicht-muslimischen Menschen entwickelt. Sie weiß nicht viel über den Islam.“ Und damit hatte er wohl recht 🙂 Alexa ist für uns mittlerweile mehr als nur eine Wissensquelle. Sie ist meine Assistentin, unsere Co-Mama. Sie hilft mir, den Mama-Alltag zu organisieren. Meine To-Do-Liste ist in der Alexa App gespeichert, und wenn ich mal in der Küche stehe und feststelle, dass die Eier ausgegangen sind, reicht ein kurzes „Alexa, setze Eier auf die Einkaufsliste.“ Im Kinderzimmer ist der Kindermodus aktiviert. Alexa erkennt die Stimmen unserer Kinder und führt nicht alle Befehle aus. Mitgliedschaften abschließen? Spotify abspielen lassen? Solche Funktionen bleiben im Kindermodus gesperrt. “Die Offline-Zeit hat begonnen. Habt ihr Hausaufgaben?” Wir Mamas haben unsere Hände überall gleichzeitig und dabei bleibt die mentale To-Do-Liste nie stehen. Fragen wie: Haben wir Brot für die Brotdose? Haben die Kinder die Hausaufgaben gemacht? Haben wir genug Hosen und Oberteile in der Schulkiste? Was koche ich heute Abend? Regnet es morgen? Haben die Kinder heute genug Wasser getrunken? Habe ich schon einen neuen Füller bestellt? … all das schwirrt mir permanent im Kopf herum. Da ist es eine große Hilfe, wenn Alexa ein paar dieser Fragen für mich übernimmt. Jeden Morgen um 7:15 Uhr erinnert Alexa die Kinder im Kinderzimmer:„Hast du dein Bett gemacht? Hast du deine Smartwatch eingepackt?“ Und wenn die Kinder um 14 Uhr von der Schule kommen:„Kinder, es ist Zeit, Wasser zu trinken!“ Diese Erinnerung kommt alle zwei Stunden. Um 16 Uhr fragt Alexa dann: „Die Offline-Zeit hat begonnen. Habt ihr Hausaufgaben?“ Und um 19 Uhr kündigt sie an: „Die schönste Zeit ist Kuschelzeit.“ Danach bereiten wir uns alle aufs Schlafen vor. Naja, fast alle. Meine Tochter lässt sich immer noch nicht so leicht überzeugen. Jeden Abend höre ich den gleichen Satz: „Ich hasse es zu schlafen!“ “Alexa, spiele mein Hörbuch ab!” Hörbücher sind bei uns der Renner. Jeder hat sein Lieblingshörbuch und hört es über Alexa. Da wir zurzeit kein Amazon Music Unlimited nutzen, müssen die Kinder abwechseln. Früher hatten wir ein Audible-Abo, aber irgendwann mussten wir uns zwischen Audible und Spotify entscheiden. Spotify hat gewonnen. Vor dem Einschlafen spielt Alexa oft Verse aus dem Koran. Und tagsüber, wenn es ruhig ist, läuft der Koran im Hintergrund, manchmal sogar in leeren Zimmern. Auf Audible gibt es einen schönen Koran für Kinder und Erwachsene (klicke hier), und auch auf Spotify haben wir einige Hörbücher, die ich hier gerne teile (klicke hier). “Alexa, wie hoch ist die Zugspitze?” Am Esstisch kommt es schon mal vor, dass die Kinder Fragen stellen, auf die wir keine Antwort haben. Da hilft es, einfach Alexa zu fragen: „Alexa, wie hoch ist die Zugspitze?“ „Alexa, was ist die Hauptstadt von…?” “Alexa, wer ist ….?” “Alexa, wann ist…?” Eine ihrer Lieblingsfragen ist übrigens: „Alexa, wer ist der Boss?“ Alexa, kannst du Türkisch? Die Kinder lieben es, mit Alexa in verschiedenen Sprachen zu sprechen. Zwar lässt sich Alexa bei uns nicht komplett auf Türkisch umstellen, aber Wörter übersetzen kann sie dennoch. “Alexa, kannst du Türkisch?” “Alexa, wie sagt man auf Kroatisch ´Wie geht es dir?´” “Alexa, kannst du auf Arabisch von 1 bis 10 zählen?” “Alexa, erinnere mich an Gebetszeiten” Fünf Mal am Tag erinnert uns Alexa an die Gebetszeiten: “Es ist Zeit zu beten!” Hört Alexa immer mit? Laut Amazon: Nein. Aber wer weiß das schon? Werden wir nicht auch durch unsere Smartphones gehört? Im Kinderzimmer bleibt Alexa oft auf Stumm, und wenn ich ganz sicher sein will, ziehe ich den Stecker. Keine Werbung für Alexa Wie gesagt, das ist keine Werbung für Alexa. Aber weil mich so viele gefragt haben, wie wir sie nutzen, wollte ich unsere Erfahrungen teilen. Wir nutzen noch eine Tonie-Box.
Mach mit beim Vorlesetag!
Bildquelle: Der bundesweite Vorlesetag Mach mit beim Vorlesetag! Jedes Jahr am 15. November findet der bundesweite Vorlesetag statt. Ein Tag, an dem Menschen jeden Alters die Möglichkeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und die Kindern die Welt der Geschichten näherzubringen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, etwas von seiner Zeit zu schenken und gleichzeitig einen bleibenden Eindruck im Leben der Kinder zu hinterlassen. Wie kann ich am Vorlesetag mitmachen? Du kannst mit Kitas, Grundschulen, Bibliotheken oder Vereinen Kontakt aufnehmen. Viele Einrichtungen freuen sich über Freiwillige, die mit einem Buch in der Hand vorbeikommen und den kleinen ZuhörerInnen spannende oder lustige Geschichten vortragen. Weitere Informationen findest du auf der Homepage von “Der Bundesweite Vorlesetag” Opa Ahmet liest vor Du traust dich nicht die Kitas und Grundschulen zu kontaktieren? Dann organisiere eine Vorlesestunde zu Hause und lade die Freunde deiner Kinder ein. Nach der Vorlesestunde könnt ihr mit den Kindern basteln oder gemeinsam Waffeln backen. So entsteht nicht nur ein schöner Nachmittag, sondern auch ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Ich bin dabei, bist du auch dabei? Ich lese den Kindern am 15. November mein Kinderbuch “Meryem feiert im Kindergarten das Ramadanfest” vor. Meryem & Maria kommen mit!
Meryem & Maria feiern das Ramadanfest
Facebook Instagram Whatsapp Meryem & Maria feiern das Ramadanfest “Die beste Party ever.”Leonie, 9 Jahre alt Ganz spontan habe ich mich am Sonntag entschieden, am zweiten Tag des Ramadanfestes eine Kinderfeier zu organisieren. Ja, das Ramadanfest, und nicht das Zuckerfest 🙂 Zuckerfest klingt für mich wie Plätzchenfest. (Eine ausführliche Erklärung zu diesem Thema findest du hier. Nachdem ich mich entschieden habe, die Freunde und Freundinnen meiner Kinder zur Kinderfeier einzuladen, habe ich auf Canva eine Einladung erstellt. Alle, außer zwei Mütter haben sofort zugesagt. Wir hatten 17 Kinder auf unserer Einladungsliste. 15 Kinder und 6 Mütter sind gekommen. Am Montag habe ich für die Kinder Bayram-Geschenke gekauft. Was habe ich gekauft? Einen Stoffbeutel und einen Textil-Marker. Die Vorlage habe ich bei Canva erstellt und hier hochgeladen. Du kannst sie kostenlos herunterladen. Die andere Mütter haben ebenfalls Geschenke für die Kinder mitgebracht. Vielen Dank für eure Mühe liebe Mine und Derya! Für die Baklavaliebhaber habe ich am Dienstag um 23 Uhr angefangen, Baklava zu machen. Ich konnte nicht früher anfangen, weil wir zum Iftar Besuch hatten. Irgendwie backe ich seit Jahren erst ab 23 Uhr 🙂Den Pizzateig und den Kuchen für die Cake Pops hat mein Mann zubereitet. Um 15 Uhr kamen die ersten Gäste. Da die Kindergartenkinder mit dem KiGa unterwegs waren und die Bahn eine Verspätung hatte, kamen sie erst so gegen 16:15 Uhr zur Feier. Die ersten 45 Minuten haben wir mit den Großen getanzt und gespielt. Die Kindergartenkinder sind da… Wir haben mit den Seifenblasen getanzt. Nach einigen Tanzrunden haben wir zwei Gruppen gebildet. Gruppe 1: Team Cake Pop Gruppe 2: Team Pizza Während die Gruppe 1 die Cake-Pop-Masse zu Kugeln geformt hat, hat die Gruppe 2 Pizza gebacken. Dann haben wir gewechselt. Die Mütter haben fleißig mitgeholfen. Vielen vielen Dank liebe Diana, Christina, Mine, Derya und Fatima Zahra. Später haben die Kinder gegessen und die Cake Pops dekoriert. Und nach dem Dekorieren haben wir mit den Müttern Kaffee getrunken. Die Kinder haben sich alleine beschäftigt. Wir wurden mit Eid-Geschenken überrascht. Sogar unsere Nachbarin Tante I. kam vorbei.Ich bedanke mich für eure Wertschätzung. Meryem und Maria hatten einen wundervollen Tag. Sie haben sich bei allen Kindern bedankt. Die Party endete um 18:30 Uhr, aber einige Kinder wollten noch nicht gehen. Die Kinder unserer Nachbarn blieben sogar bis 21 Uhr. Gemeinsam haben wir aufgeräumt. Die große Tochter unserer Nachbarin sagte zu mir “Am meisten hat mir der Klatsch Tanz (Damat Halayi) gefallen. Können wir wieder tanzen?” Bevor sie nach Hause gegangen sind, haben wir noch eine Runde im Garten getanzt. Es war ein wundervoller Tag! Besonders für die Kinder. Man hat gesehen, dass die Unterschiede für die Kinder überhaupt keine Rolle spielen-Ob Herkunft, Religion oder kultureller Hintergrund. Auch für Erwachsene nicht. Gemeinsam konnten wir das Ramadanfest feiern und die Freude am Beisammensein teilen. Schon seit Jahren feiern wir die Feste gemeinsam mit unseren Freunden und Nachbarn. Vor 10 Jahren hatten wir in unserem Gebäude 17 NachbarInnen, von denen 15 StudentInnen waren. Ich habe die StudentInnen jedes Jahr zu uns zum Weihnachtsessen eingeladen, obwohl wir zu Hause kein Weihnachten gefeiert haben- und das wussten sie auch! Den Esstisch habe ich weihnachtlich dekoriert, die Geschenke entsprechend verpackt. Für eine Studentin, die sich vegan ernährt hat, habe ich vegan gekocht. Alle anderen haben Kebap gegessen. “So ein Weihnachtsessen habe ich noch nie erlebt” sagte eine Studentin (19 J.) zu uns. Meine Beiträge wurden in den Sozialen Medien heftig kritisiert, vor allem in der muslimischen Community. Viele fragten: “Warum machst du so was? Sie gratulieren uns auch nicht zu unseren Festen” Erstens, gibt es für mich kein “sie” und “wir” Wer sind “sie”? Wer sind “wir”?Für mich gibt es nur “unsere Gesellschaft”Ich versuche mich von Menschen fernzuhalten, die mich als “Ausländerin”, “Türkin”, “türkische Frau” bezeichnen und versuche in meiner Gesellschaft als Frau, Mutter, Pädagogin, Bloggerin teilzuhaben. Ich bin im Kindergarten oder in der Schule nur eine Mutter, keine “türkische Mutter”Ich bin eine Nachbarin in unserer Straße, keine “türkische Nachbarin”Ich bin eine Pädagogin in unserem Bildungsträger, keine “türkische Mitarbeiterin” Zweitens.Ja, die Kritiker hatten Recht. Vor Jahren habe ich an muslimischen Festen nur von 4-5 (nichtmuslimischen) Freunden Nachrichten bekommen. Aber dieses Jahr waren es 30 Nachrichten. Ich lege großen Wert auf menschlichen Beziehungen und konzentriere mich auf das Gute. Ich schätze jeden Moment und jede Begegnung, die ich mit den Menschen teile, die mir am Herzen liegen. Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen ganz genau, warum ich so viele Partys organisiere. Warum habe ich die StudentInnen zum Weihnachtsessen eingeladen? Als ich Studentin war habe ich oft Hilfe gebraucht. Manchmal einen Fahrer, der mit mir Einkaufen geht, manchmal einen netten Nachbar, der seinen Mixer ausleihen kann. Vielleicht haben meine NachbarInnen auch Hilfe gebraucht und sie konnten es mir nicht sagen. Bevor ich meine Hilfe angeboten habe, wollte ich, dass wir uns näher kennenlernen. Die Studenten hatten kein Wohnzimmer. Unser Wohnzimmer war wie ein Aufenthaltsraum im Gebäude.Mal haben wir uns zum Fastenbrechen getroffen, mal zum Weihnachtsessen, mal einfach so zum Tee trinken. Wir waren wie eine Familie.Manchmal bekam ich Nachrichten wie diese:“Ich vermisse meine Mutter, darf ich kurz zu dir kommen”“Ich habe mich von meinem Freund getrennt. Mir gehts nicht gut. Können wir kurz reden?”“Wir bekommen heute Abend Besuch. Kannst du uns bitte dein Geschirrset ausleihen?”“Können wir deinen Stabmixer haben?”Nach drei tollen Jahren sind wir umgezogen. Irgendwann wurde ich Mutter und habe durch meinen Sohn neue Menschen kennengelernt: Mütter, die ihre Kinder in einer offenen Gesellschaft aufwachsen lassen wollen und die mich akzeptiert haben, wie ich bin. Wir haben uns jede Woche getroffen, gemeinsam gekocht und gegessen. Da wir nur Halal-Fleisch essen, wurde ausschließlich vegetarisch gekocht. Ich durfte immer in einer Ecke mein Gebet verrichten. Sonst wäre ich um diese Uhrzeit nicht dort gewesen, besonders im Winter. Die Gebeszeiten sind im Winter zu kurz. Als meine Tochter 6 Monate alt war, haben wir unser erstes gemeinsames Fest gefeiert: Eid ul Adha, auch bekannt als Opferfest oder Annäherungsfest. Sechs Monate später haben wir gemeinsam Weihnachten gefeiert. Unsere Kinder wussten, dass wir unterschiedliche Feste feiern. Ich habe meinen Kindern gesagt “A und B feiern Weihnachten und wir feiern…
Ein Tag zwischen Ponys und Ziegen
Ein Tag zwischen Ponys und Ziegen Heute haben wir die Ostern-Ramadan-Geschenke, die wir letztes Wochenende eingepackt haben, im Tierschutzverein abgegeben. Hier geht es zum Blogbeitrag “Der Osterhase kommt zum Fastenbrechen” Wir hatten auf ihrer Homepage Katzen, Kaninchen und Vögel gesehen und dementsprechend eingekauft. Später haben wir erfahren, dass sich der Tierschutzverein noch um Pferde und Ziegen kümmert. Frau F. vom Verein hat uns herzlich eingeladen, die Tiere auf der Weide zu besuchen. Besonders für die Kinder war es ein aufregender Tag. Meine Tochter hat zusammen mit zwei jüngeren Helfern die Ponys versorgt und durfte sogar auf einem der Ponys reiten. Wir haben uns nützlich gemacht, indem wir bei der Schafweide halfen und dort ein wenig aufgeräumt haben. Die Kinder hatten großen Spaß dabei, die Säcke mit Heu zu füllen und den Tieren etwas Gutes zu tun. Alles in allem war es fürs uns alle eine wertvolle und schöne Erfahrung. Die Zeit mit dem Tierschutz-Team hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich für den Tierschutz zu engagieren und wie bereichernd es sein kann, anderen Lebewesen zu helfen. Wir sind uns sicher, dass wir bald wieder kommen werden.
Der Osterhase kommt zum Fastenbrechen
LinkedIn Telegram WhatsApp Facebook Der Osterhase kommt zum Fastenbrechen Mein Sohn hat seine Freunde zum Fastenbrechen eingeladen. Wir haben Ostern und Ramadan gemeinsam gefeiert. Und das ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass wir im Ramadan oder an Ostern/Weihnachten zusammenkommen. Schon seit Jahren feiern wir die Feste zusammen. Hier geht es zu den Fotoalben. Unsere Kinder haben sich im Kindergarten kennengelernt, vor 7 Jahren, als sie noch 2 Jahre jung waren. Sie haben sich so gut verstanden, sodass wir uns fast jede Woche mit den Müttern getroffen haben. Vom Kindergarten bis zur Grundschule. Mittlerweile sehen wir uns seltener, geben aber unser Bestes, uns alle 2-3 Monate zu treffen. Gestern war es wieder soweit. Die Schulfreundin meines Sohnes war auch eingeladen. Ihre Mutter auch. Wie habe ich mich auf diesen Abend vorbereitet? Drei Wochen vorher habe ich mit den Vorbereitungen angefangen. Ich habe eine To-Do-Liste erstellt. Wann kommen wir zusammen?Was brauchen wir?Wann machen wir die Geschenke?Was kochen wir?Was backen wir?Wie dekorieren wir den Esstisch?Wie erkläre ich den Kindern das Fastenbrechen?Was machen wir nach dem Fastenbrechen mit den Kindern?Wer kauft das Tierfutter?etc. Geschenke: Ich wollte den Kindern meine Ramadangeschichte “Wir haben Ramadanpost“ schenken. Zu der Ramadanpost habe ich passende Geschenke ausgewählt. Die Geschenke habe ich in kleine Tüten, die ich bei Action gekauft habe, verpackt. Die Vorlagen habe ich schon vor Weihnachten bei Canva erstellt und unter Download gespeichert. Tischdeko Den Esstisch habe ich mit meinen Kindern festlich dekoriert. Die Anhänger sind hier. Das Menü: Da die Mütter faszinierend von der türkischen Küche sind, haben wir gestern türkisch gekocht. Für die Kinder hat mein Mann Burger Patties zubereitet. İçli Köfte Paçanga Böreği Auberginen-Tomaten-Aufstrich Knollensellerie-Salat mit Yoghurt Gegrillte Paprika Salat Mediterraner Käseaufstrich Oster-Cake-Pops für die Kinder Mit meiner Tochter haben wir für die kleinen Gäste Oster-Cake-Pops gemacht. Die ganze Familie im Einsatz Jedes Familienmitglied hat seinen Beitrag geleistet, um diesen besonderen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Die Gäste sind da. Das Fastenbrechen beginnt. Zu Beginn erklärte ich den Kindern, wie man das Fasten im Ramadan bricht. Die Kinder waren bereits mit dem Gebetsruf vertraut, den sie schon durch “Checker Tobi“ kennengelernt hatten. Es war schön zu sehen, wie Kinder offen und interessiert waren und wie sie sich mit den Themen auseinandersetzten. “Warum betet man mit einem Gebetsteppich?” Mein Sohn wollte seinen Freunden zeigen, wie wir zu Hause beten. Die Kinder waren neugierig und fragten, warum man einen Gebetsteppich verwendet. Dann erklärte sein Freund, wie er betet. Ostern-Ramadan-Geschenke für das Tierheim Nach dem gemeinsamen Essen haben wir eine besondere Aktivität für die Kinder organisiert. Die Kinder haben für das Tierheim Ostern-Ramadan-Geschenke verpackt. Die Kinder tauschten sich aus, halfen einander und waren mit vollen Einsatz dabei, die Geschenke liebevoll zu verpacken. Es war eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam etwas Gutes zu tun und die Kinder für soziales Engagement und Mitgefühl zu sensibilisieren. Das Highlight des Abends: Die Baklava Da unsere Gäste echte Baklava-Liebhaber sind, habe ich mich nach Jahren wieder an die Zubereitung gewagt. Für den Sirup habe ich 200 ml Wasser, 200 gr Zucker, 50 g Honig und Zitronensaft verwendet. Die Atmosphäre war so schön.. Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr und hoffen, dass unsere Erlebnisse andere dazu anregen, interreligiöse Begegnungen zu erleben und die bunte Vielfalt unserer Welt zu genießen. Wir wünschen euch frohe Ostern und gesegneten Ramadan!
Wir backen Oster- und Mondplätzchen für die Schule
Ramadan, Ostern und Pessach fallen dieses Jahr wieder zusammen. Am 11. März begann Ramadan und am 31. März ist Ostern. Ab dem 10. April feiern wir das Ramadanfest, ab dem 22. April wird das Pessach-Fest gefeiert. Letztes Jahr haben wir in dieser Zeit Plätzchen für die 2. Klässler gebacken. Unsere alte Klassenlehrerin war von der Idee begeistert. (Die Fotos findest du in der Galerie) Wie bin ich auf diese Idee gekommen? Mein Sohn kam von der Schule nach Hause und sagte zu mir “Ich verstehe nicht, warum wir nur Ostergeschenke machen. Wir feiern bald auch ein Fest. Warum machen wir für euch keine Ramadangeschenke?” Ich sagte zu ihm “Lass uns das Ramadangeschenk vorbereiten. Wenn du willst, können wir für deine Klasse backen und unsere Wünsche auf eine Karte schreiben.” Dann backten wir gemeinsam Mondkekse und Osterplätzchen und wünschten den Kindern gute gesegnete Festtage zum Osterfest, zum Ramadan und zum Pessach-Fest. Morgen ist der letzte Schultag vor den Osterferien. Ein aufregender Tag für die Kinder, der mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schule gefeiert wird. Dieses Jahr entschied sich mein Sohn wieder, unsere selbstgebackenen Leckereien mitzunehmen, um sie mit seinen Freunden zu teilen. Wir machten uns ans Werk und backten am 9. Ramadantag gemeinsam die Plätzchen. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht genau, welche Ausstechform zum Pessach-Fest passen würde. Ich hatte mich für eine Blumenform entschieden. Aber die Ausstechform, die ich hatte, konnte ich gestern nicht finden. Während wir die Plätzchen für die Schule vorbereiteten, konnte ich nicht umhin, über die Bedeutung von interkultureller und interreligiöser Arbeit in der Schule nachzudenken. Unsere Gesellschaft ist vielfältig und multikulturell, und ich kenne zahlreiche Eltern, die bereit wären, die Schule und Kita bei solchen Bemühungen zu unterstützen. Schulen und Kitas spielen eine entscheidende Rolle dabei, Kinder für diese Vielfalt zu sensibilisieren und zu befähigen, sie zu akzeptieren und zu schätzen. Die Vorlage findest du im Menü, unter Download Das gemeinsame Backen von Osterplätzchen und Mondkeksen war für mich mehr als nur ein Spaß mit meinen Kindern. Es war eine Gelegenheit, über Unterschiede zu sprechen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die Fragen meiner Kinder brachten mich zum Nachdenken: Mama, warum machen wir im Ramadan in der Schule nichts? Mama, warum kennen viele Menschen Ramadan nicht? Mama, warum sagen sie “Türken machen Ramadan”? Das stimmt doch nicht. Muslime fasten. Auch deutsche Muslime. Mama, darf ich in den Ferien Fasten, weil in der Schule ist es verboten oder? Mama, warum nennen alle das Ramadanfest Zuckerfest? Mama, können wir Familien, die im Ramadan nicht fasten, zum Fastenbrechen einladen? Mama, können wir im Garten Ostereier suchen? Mama, bekomme ich auch ein Ostergeschenk? Meine Tochter (5) wünschte sich sogar vom Osterhasen einen Pokemon-Ball. 🙂 Als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah ich diese Karte auf dem Tisch: Wir haben im Ramadan noch andere Pläne. Die Freunde meines Sohnes haben wir an Ostern zum Fastenbrechen eingeladen. Den Abend nennen wir “Ramadan trifft Ostern.” (so wie letztes Jahr: Ramadan trifft Ostern 2023) Und die Freundinnen meiner Tochter haben wir mit ihren Familien zum Fastenbrechen eingeladen. Die Fotos findest du unter dem Blogbeitrag “Was macht Meryem im Ramadan?” unter Tag 8 Möge diese besondere Zeit des Jahres uns alle daran erinnern, dass wir durch gegenseitigen Respekt und Verständnis eine Welt schaffen können, in der jeder seinen Platz hat und sich willkommen fühlt. Mögen diese Feierlichkeiten uns alle näher zusammenbringen und uns daran erinnern, dass wir in unserer Vielfalt vereint sind. In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes Osterfest, einen gesegneten Ramadan und ein fröhliches Pessach! (Die Vorlagen findest du im Menü, unter Download) Hier ist der Text: Liebe Kinder, Wir wünschen euch schöne Osterferien! Möge diese besondere Zeit euch Freude, Glück und Frieden bringen, ganz egal welches Fest ihr feiert! Genießt die Leckereien und habt eine fantastische Zeit mit euren Familien. Frohe Oster, Ramadan Mubarak und ein gesegnetes Pessach! Eure Eltern!















